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Senses & Perception

Interozeption

Interozeption
Dein Körper sendet ständig Signale – Hunger, Durst, Wärme, Herzschlag – aber manche Gehirne lesen sie anders oder kaum.

Der Sinn, der einem sagt, was im Inneren des Körpers geschieht – Hunger, Durst, Temperatur, Herzfrequenz, der Harndrang, Müdigkeit. Ein „versteckter“ Sinn, den die meisten Menschen als selbstverständlich voraussetzen. Bei Autismus und sensorischen Verarbeitungsstörungen funktioniert die Interozeption oft anders – Signale können gedämpft sein (Hunger nicht bemerken bis zur Ohnmacht) oder verstärkt (überwältigende Wahrnehmung des Herzschlags).

How it works

Das Gehirn empfängt über ein Netzwerk innerer Sensoren Signale aus dem Körperinneren. Wenn die Interozeption anders funktioniert, kann es sein, dass Hunger erst bemerkt wird, wenn Zittern einsetzt, oder Krankheitszeichen erst wenn sie schwerwiegend sind. Das beeinflusst auch das emotionale Bewusstsein, da viele Emotionen zuerst als Körperempfindungen wahrgenommen werden.

Stell dir vor

Wie Durstsignale, die erst ankommen, wenn die Lippen schon trocken sind – das Signal existiert, aber das Timing stimmt nicht.

Wie es sich anfühlt

Du vergisst zu essen, merkst nicht, dass du frierst, oder kannst nicht unterscheiden, ob du ängstlich oder einfach nur hungrig bist. Dein Körper sendet Signale – aber sie kommen nicht immer klar an.