Synaptisches Pruning

Dein Gehirn entfernt ungenutzte Verbindungen in der Adoleszenz – das Pruning macht die verbleibenden Bahnen schneller und effizienter.
Der natürliche Prozess des Gehirns, bei dem ungenutzte oder schwache neuronale Verbindungen entfernt werden, damit die verbleibenden stärker und effizienter werden. Wie das Beschneiden eines Baumes, damit er besser wächst. Am dramatischsten in der Adoleszenz. Bei Autismus legen Forschungen nahe, dass das Pruning anders verläuft – es werden mehr Verbindungen erhalten, was zu den Stärken (detaillierte Wahrnehmung) wie auch den Herausforderungen (Reizüberflutung) autistischer Kognition beitragen kann.
How it works
Im Kindes- und Jugendalter entfernt das Gehirn schwache oder ungenutzte neuronale Verbindungen, während es stark genutzte verstärkt. Das ist »use it or lose it« in Aktion. Unterschiede in Timing und Intensität des Prunings wurden mit Autismus und anderen neuronalen Entwicklungsbesonderheiten in Verbindung gebracht.
Stell dir vor
Wie ein ausgetretener Pfad durch ein Feld – je öfter er begangen wird, desto klarer wird er. Nicht begangene Pfade verschwinden langsam.
Wie es sich anfühlt
Vielleicht fragst du dich, warum manche Kindheitsfähigkeiten verblasst sind, während andere tiefer wurden. Dein Gehirn hat sich selbst geformt – und behalten, was dir am wichtigsten war.